info logo
TAA IBS kl

TAA®-IBS + PMT: Module

Der TAA®-IBS + PMT ist ein Plattformkonzept, mit dem berufsbildspezifische Testbatterien im Modulbausystem zusammengestellt werden können. Für die meisten Berufsbilder empfehlen wir unser Basispaket, ergänzt um berufsbildspezifische Zusatzmodule.

Bei einer Durchführung von zuhause ist zudem der Einsatz eines kurzen Fälschungssicherheitstests im nächsten Auswahlschritt, bspw. dem Bewerbertag / Mini-AC oder dem multimodalen Interview MMO® empfehlenswert.

TAA®-IBS + PMT - Module:

Intelligenz logisches Denkvermögen

Im Allgemeinen bedeutet die Fähigkeit logisch/schlussfolgernd zu denken in der Lage zu sein, aus gegebenen Informationen neues Wissen abzuleiten. Zum Beispiel aufgrund wiederkehrender Muster Regelmäßigkeiten, Ähnlichkeiten und Zusammenhänge zu erkennen und erfolgreich Bekanntes auf Unbekanntes zu übertragen.

Am Arbeitsplatz erfordert eigenverantwortliches Handeln und Arbeiten den sicheren Umgang mit Zahlen, Begriffen und verschiedenen Situationen. Zur Wahrnehmung von Zusammenhängen und für die Ableitung der entsprechenden Schlussfolgerungen benötigt man folgerichtiges Denken in unterschiedlichen Bereichen.

Üblicherweise wird das logische Denken in abstrakt-, sprach- und numerisch-logisches Denken unterteilt. Zugrunde liegen verschiedene psychologische und wissenschaftlich fundierte Intelligenzmodelle. Analytisches Denken, Technisch-Physikalisches Verständnis und Räumlich-logisches Denken sind spezifische Teilaspekte der Intelligenz. Sie erfordern ebenfalls korrektes schlussfolgerndes Denken und können dem Themenkomplex logisches Denken zugeordnet werden.

Sprach- logisches Denken

Ein Wortpaar wird angegeben, das in einer bestimmten Beziehung zueinander steht. Die Begriffe sind sich in bestimmten Merkmalen ähnlich, in anderen können sie sich unterscheiden. Hierbei müssen die Zusammenhänge verstanden und eingeschätzt werden. Aufgabe ist es, die erkannten Zusammenhänge auf ein anderes Wortpaar zu übertragen, indem zu einem anderen Wort die passende Ergänzung gefunden werden muss. Neben der allgemeinen Denkfähigkeit misst dieser Test insbesondere die Fähigkeit mit sprachlichen Konzepten umgehen zu können. Wortschatz und Sprachverständnis spielen hierbei neben dem schlussfolgernden, logischen Denken ebenfalls eine Rolle.

Analytisches Denken: Tabellenanalyse

Es werden Informationen in Form von Tabellen, Grafiken oder Schaubildern dargeboten. Hierbei müssen die wichtigsten Informationen und Relationen extrahiert und die korrekten Schlüsse gezogen werden. Es wird gemessen, wie rasch und sorgfältig die Bewerber komplexes Zahlenmaterial erfassen und analysieren können. Zu den Tabellen, Grafiken oder Schaubildern werden Fragen gestellt. Um diese korrekt zu beantworten, müssen aus einer Vielzahl von Informationen die relevanten herausgefiltert, systematisch untersucht und bewertet werden.

Technisch-physikalisches Verständnis

Technisch-physikalisches Verständnis ist ein Aspekt von allgemeiner und praktischer Intelligenz, welcher die Fähigkeit beschreibt, physikalisch-technische Gesetzmäßigkeiten, Wirkungszusammenhänge und deren technische Umsetzung zu erfassen. In diesem Test werden technisch-physikalische Zusammenhänge in Form von Zeichnungen und Abbildungen dargestellt, zu denen die richtige Antwortalternative auszuwählen ist. Der Test umfasst Aufgaben aus den Bereichen technisch-mechanisches, elektrisches, physikalisches und chemisches Verständnis.

Merkfähigkeit

Die Bewerber lernen anhand von Fotos die Namen von "Kunden". Nach einer definierter Zeit werden die Namen wieder abgefragt. Merkfähigkeit ist ein Aspekt des Gedächtnisses, der sich über Minuten bis Stunden erstreckt und es ermöglicht, neue Informationen zu behalten und wiedergeben zu können. Merkfähigkeit ist u.a. eine Voraussetzung für Lernfähigkeit. In diesem Test wird die Merkfähigkeit anhand von Portraitfotos von Männern und Frauen gemessen. Der Zusammenhang mit der generellen Merkfähigkeit ist hoch. In Kontakt mit internen / externen Kunden hilft es zudem, sich an einzelne Gesichter erinnern und ihnen Namen zuordnen zu können, um selbstsicher auftreten zu können. Die Kunden wiederum fühlen sich wertgeschätzt.

Konzentration

Konzentration beschreibt die Fähigkeit, über einen bestimmten Zeitraum hinweg unter Bedingungen, die das Erbringen einer kognitiven Leistung normalerweise erschweren, schnell und genau zu arbeiten. In diesem Test muss in einer Reihe von ähnlichen Zeichen jedes "w", das mit zwei Strichen versehen ist, markiert werden. Damit wird die Fähigkeit der Bewerber erfasst, unter Zeitdruck relevante von irrelevanten Reizen zu selektieren und absichtsvolle Teilhandlungen auszuführen (Entdecken und Markieren). Hierbei kann zwischen Arbeitsgenauigkeit und Arbeitsgeschwindigkeit differenziert werden.

Basisfähigkeiten

Im Unterschied zu Basisfertigkeiten gelten Basisfähigkeiten als angeboren und durch äußere Umstände mit bestimmt. Sie bilden eine wichtige Voraussetzung für Lernen und Wissenserwerb und damit für die Realisierung von Fertigkeiten wie bspw. Kopfrechnen oder Rechtschreibung, die in der Schule vermittelt wurden oder anderen Fertigkeiten, die im Berufslernen zu erwerben sind. Ausgeprägte Basisfähigkeiten bilden zudem die Grundlage für ein weitgehend fehlerfreies und den Anforderungen einer Tätigkeit gerecht werdendes Arbeiten. Trotz zunehmender Computerisierung und Automatisierung sind ausreichende Basisfähigkeiten für die meisten Bereiche wichtig. Sie ermöglichen es Aufgaben unter Aufrechterhaltung von gerichteter geistiger Anspannung und der Speicherung und dem Abruf relevanter Informationen aus dem Gedächtnis zielgerichtet anzugehen und zu bearbeiten.

Räumlich-logisches Denken

Das Räumliche Denken untersucht die Fähigkeit des Bewerbers, sich im zwei- und dreidimensionalen Raum zurechtzufinden und mit konkreten, sichtbaren oder vorgestellten Objekten zu operieren. Es werden verschiedene Aufgabentypen bearbeitet, bei denen Objekte z.B. gefaltet oder gespiegelt werden. Um die Aufgaben zu lösen, müssen mit den Objekten in Gedanken verschiedene mehrdimensionale Operationen im Raum korrekt durchgeführt werden.

Numerisch-logisches Denken: Zahlenreihen

Zahlenreihen sollen mathematisch logisch fortgesetzt werden. Dieser Test erfasst das Erkennen und Anwenden von Regeln und Gesetzmäßigkeiten auf der Basis eines grundlegenden numerischen Verständnisses. Es müssen mathematische Gleichungen aufgestellt und anhand der Grundrechenarten gelöst und interpretiert werden, um die sinnvolle Weiterführung der Zahlenreihen zu erreichen. Durch diese Aufgabenform kann der Teil der Intelligenz bzw. des schlussfolgernden Denkens gemessen werden, der in Zusammenhang mit zahlengebundenen, rechnerischen Fähigkeiten steht.

Abstrakt-logisches Denken: Matrizen

Beim Lösen von Matrizen- oder Formreihenaufgaben muss ein vorgegebenes, unvollständiges Muster analysiert und richtig ergänzt werden. Aus mehreren Antwortalternativen muss diejenige ausgewählt werden, welche die Matrize korrekt ergänzt. Hierbei müssen Regeln und Gesetzmäßigkeiten erkannt und folgerichtig angewandt werden. Der Test misst die allgemeine Intelligenz bzw. die kognitive Leistungsfähigkeit insofern am "Reinsten", als das Ergebnis unabhängig von numerischen, sprachlichen oder ggf. anderen kulturell geprägten Kompetenzen ist.

Rechtschreibung & Zeichensetzung: Lückentext

Die Kenntnisse der deutschen Rechtschreibung werden mittels Lückentext erfasst. Rechtschreibung / Zeichensetzung ist eine Basis- oder Kulturfertigkeit, die durch Lernen und (schulische) Sozialisation vermittelt wird. Der Begriff "Fertigkeit" impliziert, dass es sich um erlerntes oder erworbenes Verhalten handelt. Für die Potenzialeinschätzung einer Person hat dies aus wissenschaftlicher Sicht eine geringe Bedeutung. Allerdings werden ausreichende Kenntnisse in diesem Bereich häufig von der Gesellschaft (Unternehmen), in der sich ein Bewerber bewegt, vorausgesetzt.

Wirtschaft & Gesellschaft

In diesem Wissenstest werden die Kenntnisse der Bewerber in dem Bereich „Wirtschaft & Gesellschaft“ erfasst. Dazu werden den Bewerbern Fragen zu wichtigen wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Fakten und Entwicklungen gestellt. Wissen in dem Bereich „Wirtschaft & Gesellschaft“ ist eine Kulturfertigkeit, die durch Lernen und (schulische) Sozialisation vermittelt wird. Für die Potenzialeinschätzung einer Person hat Wissen in diesem Bereich jedoch aus wissenschaftlicher Sicht eine eher geringe Bedeutung. Allerdings werden ausreichende Kenntnisse häufig von der Gesellschaft (Unternehmen), in der sich ein Bewerber bewegt, vorausgesetzt. Wissen in diesem Bereich wird zudem häufig als Indikator der sogenannten Allgemeinbildung gesehen.

Geografie

In diesem Wissenstest werden die Geografie-Kenntnisse der Bewerber erfasst. Wissen in dem Bereich „Geografie“ ist eine Kulturfertigkeit, die durch Lernen und (schulische) Sozialisation vermittelt wird. Wissen in diesem Bereich wird häufig als Indikator der sogenannten Allgemeinbildung gesehen. Für die Potenzialeinschätzung einer Person hat Wissen in diesem Bereich jedoch aus wissenschaftlicher Sicht eine eher geringe Bedeutung. Allerdings werden ausreichende Kenntnisse häufig von der Gesellschaft (Unternehmen), in der sich ein Bewerber bewegt, vorausgesetzt.

Lernbereitschaft

Lernbereitschaft ist auf die kontinuierliche Verbesserung der Qualität der eigenen Arbeit durch Erweiterung der eigenen Kenntnisse und Fähigkeiten ausgerichtet. Sie setzt Interesse an und Offenheit für neue Inhalte und Veränderungen in den Arbeitstätigkeiten voraus. Lernbereite Menschen entdecken Innovationspotentiale am eigenen Arbeitsplatz und stehen neuen Konzepten der Arbeitsorganisation und Zusammenarbeit offen gegenüber. Lernbereite Menschen erleben Veränderungen im Arbeitsumfeld nicht als lästig oder bedrohlich, sondern sehen darin eine Chance zur Weiterentwicklung ihrer persönlichen Fähigkeiten und Handlungskompetenzen.

Rechenfertigkeit

Den Bewerbern werden Rechenaufgaben vorgegeben, die sie im Kopf lösen sollen. Rechenfertigkeit ist eine Basis- oder Kulturfertigkeit. Der Begriff "Fertigkeit" impliziert, dass es sich um erlerntes oder erworbenes Verhalten handelt. Auch wenn Rechenfertigkeit für die Potenzialeinschätzung einer Person aus wissenschaftlicher Sicht eine geringe Bedeutung hat, werden ausreichende Kenntnisse häufig von der Gesellschaft (Unternehmen), in der sich ein Bewerber bewegt, vorausgesetzt. Ein hinreichendes Maß an Rechenfertigkeit ist im (Unternehmens-) Alltag hilfreich, um bspw. schnell überschlagsmäßige Kalkulationen oder eine quantitative Plausibilitätsprüfung durchführen zu können.

Basisfertigkeiten

Basis- oder auch Grundfertigkeiten werden bspw. durch die familiäre und schulische Sozialisation vermittelt. Sie bilden erlerntes, erworbenes Wissen und die Geübtheit in der Anwendung dieses Wissens ab. Für die Potenzialeinschätzung einer Person haben Fertigkeiten aus wissenschaftlicher Sicht eine geringe Bedeutung. Allerdings werden sie von der Gesellschaft (Unternehmen), in der sich ein Bewerber bewegt, häufig vorausgesetzt und gelten als selbstverständlich. Teilweise werden sie von Kollegen und Kunden auch als Indiz für das „Bildungsniveau“ einer Person gewertet. Der Begriff „Fertigkeit“ impliziert, dass es sich um erlerntes Verhalten handelt. Im Gegensatz hierzu steht der Begriff der Fähigkeit, der als Voraussetzung für das Zustandekommen von Fertigkeiten betrachtet wird.

Biologie

In diesem Wissenstest werden die Biologie-Kenntnisse der Bewerber erfasst. Dazu werden den Bewerbern Fragen gestellt, die einen Bezug zu vielen biologienahen Berufen aufweisen. Wissen in dem Bereich „Biologie“ ist eine Kulturfertigkeit, die durch Lernen und (schulische) Sozialisation vermittelt wird. Ein hinreichendes Wissen im Bereich Biologie ist ein Indikator für das Interesse eines Bewerbers an biologischen Fragestellungen. Für die Potenzialeinschätzung einer Person hat Wissen in diesem Bereich jedoch aus wissenschaftlicher Sicht eine eher geringe Bedeutung. Allerdings werden ausreichende Kenntnisse häufig von der Gesellschaft (Unternehmen), in der sich ein Bewerber bewegt, vorausgesetzt.

Eigeninitiative

Eine Person mit hoher Eigeninitiative geht auf Entscheidungen zu und gestaltet dadurch aktiv Lebenssituationen. Eine niedrige Eigeninitiative äußert sich dagegen in einem passiven "Geschehen lassen". Eigeninitiative äußert sich vor allen Dingen in kurzfristigen, alltäglichen Entscheidungssituationen. Mangelnde Eigeninitiative kann unter anderem in einer eher geringen intrinsischen Motivation begründet liegen. Zudem kann der Glaube an unveränderbare Begabungen die Eigeninitiative stark senken.

Konfliktfähigkeit

Konflikte sind dann gegeben, wenn zwei Personen, die in ihrer Tätigkeit aufeinander angewiesen sind, eine Situation gegensätzlich beurteilen oder unvereinbar handeln wollen. Sinnvolles Konfliktverhalten vermeidet eine Eskalation der Situation, indem die Person auf den Partner eingeht, die eigene Position angemessen vertritt und nach einer konstruktiven, sachorientierten Lösung sucht. Eine hohe Konfliktfähigkeit vermeidet sowohl bedingungsloses Nachgeben als auch offensive Aggression. Konfliktfähigkeit zeigt sich in der Bereitschaft, dem Konfliktpartner durch Kompromissangebote entgegenzukommen und so den Konfliktpartner ebenfalls zu einem fairen Verhalten zu lenken. Durch Personen mit hoher Konfliktfähigkeit wird das Gruppenklima verbessert und dadurch die Gruppenleistung erhöht.

Englischkenntnisse

In diesem Test werden die Englischkenntnisse in den Bereichen Wortschatz, Grammatik und Rechtschreibung mit Hilfe eines Lückentextes erfasst. Kenntnisse der englischen Sprache sind eine Kulturfertigkeit, die durch Lernen und (schulische) Sozialisation vermittelt wird. Für die Potenzialeinschätzung einer Person hat dies aus wissenschaftlicher Sicht demzufolge eine geringe Bedeutung. Allerdings werden ausreichende Kenntnisse häufig von der Gesellschaft (Unternehmen), in der sich ein Bewerber bewegt, vorausgesetzt. Je nach Berufs-, Studienrichtung, Unternehmensbereich und Branche sind Englischkenntnisse zudem eine Voraussetzung, um in englischer Sprache vorliegendes Wissen zu erwerben und / oder mit internen / externen Kunden zu kommunizieren.

Angewandte Mathematik

In diesem Wissenstest werden die Mathematikkenntnisse der Bewerber erfasst. Dazu werden den Bewerbern berufsbezogene Mathematikaufgaben vorgegeben, die diese mithilfe eines Taschenrechners lösen sollen. Mathematikwissen ist eine Kulturfertigkeit, die durch Lernen und (schulische) Sozialisation vermittelt wird. Für die Potenzialeinschätzung einer Person hat Mathematikwissen (im Unterschied zu numerisch-logischem Denken) aus wissenschaftlicher Sicht eine eher geringe Bedeutung. Allerdings werden ausreichende Kenntnisse häufig von der Gesellschaft (Unternehmen), in der sich ein Bewerber bewegt, vorausgesetzt.

Kooperationsbereitschaft

Kooperationsverhalten zeigt sich darin, dass einer Person der Gruppenerfolg wichtiger ist als die Darstellung der eigenen Leistung. Gutes Kooperationsverhalten beruht darauf, dass eine Person das Arbeiten im Team schätzt, also kein „Eigenbrötler“ ist. Es erfordert, dass die Person Fairness und Rücksicht für wichtig ansieht. Darüber hinaus erfordert Kooperationsverhalten die Fähigkeit, sich in die Situation der anderen Teammitglieder hineinzuversetzen sowie das Wissen, dass häufiges konstruktives Feedback für Gruppenarbeit ebenso wichtig ist wie die inhaltliche Arbeit selbst und die Bereitschaft, Kompromisse einzugehen.

Soziale und personenbezogene Kompetenzen

Soziale Kompetenz bezieht sich auf den erfolgreichen Umgang mit Anderen. Sie beschreibt die Einstellungen und Fähigkeiten einer Person, die sie nutzen kann, um eigene Ziele mit denen einer Gruppe / Anderer zu verbinden und so ebenfalls das Verhalten der Gruppe / Anderer zu beeinflussen. Personenbezogene Kompetenzen, zum Beispiel Eigeninitiative und Lernbereitschaft, sind recht überdauernde Fähigkeiten und Einstellungen, die in vielen Bereichen für die erfolgreiche Bewältigung berufsbezogener Aufgaben notwendig sind.
Gemessen werden die o.g. Fähigkeiten und Einstellungen durch den Einsatz der sogenannten „Personalen Skalen“, oft auch unter dem Begriff "Persönlichkeitstests" bekannt. Sie basieren auf einer strukturierten Selbsteinschätzung. Die Aussagekraft dieses Verfahrens in Bezug auf den Ausbildungs- bzw. Berufserfolg ist für sich genommen geringer als die des multimodalen Interviews MMO® oder des Mini-AC. Als ergänzende Information im Auswahlprozess bzw. als Input für das Interview können sie jedoch wertvolle Informationen liefern, z.B. bieten sie interessante Ansatzpunkte für Vertiefungen / Nachfragen im Gespräch. Zudem wird in diesem Verfahren die soziale Erwünschtheit separat erfasst (sogenannte „Lügenskala“).
Dem Bewerber werden Aussagen präsentiert, die sich auf persönliche Verhaltensweisen und Gewohnheiten (im Berufsleben) beziehen. Dabei soll er auf einer Skala (1 bis 5) einschätzen, wie stark die Aussage auf ihn zutrifft. Unter anderem stehen folgende personale Skalen für Auszubildende zur Verfügung: Eigeninitiative, Konfliktfähigkeit, Kontaktstreben, Belastbarkeit, Kooperationsbereitschaft, Lernbereitschaft und Zuverlässigkeit.

Kontaktstreben

Die Dimension misst, inwieweit eine Person aktiv danach strebt, mit anderen Menschen in Kontakt zu treten. Ein hoher Wert bedeutet, dass eine Person den Kontakt zu anderen aktiv sucht und den Umgang mit vielen Menschen positiv bewertet oder sogar braucht. Ein niedriger Wert spricht dafür, dass das Verhalten im Umgang mit anderen Menschen eher zurückhaltend ist. Veranstaltungen mit vielen Teilnehmern oder berufliche Treffen, die eher gesellschaftlicher Natur sind, werden von Personen mit niedrigen Testwerten eher vermieden. Zurückhaltende Personen schätzen es häufig, allein zu arbeiten und strukturieren ihren Arbeitsalltag gern unabhängig von ihren Arbeitskollegen.

Soziale Intelligenz

Beschreibt eine Form der Intelligenz, welche die Fähigkeit beinhaltet, andere Personen zu verstehen und sich ihnen gegenüber situationsangemessen zu verhalten. Damit bildet die soziale Intelligenz einen Teilaspekt der sozialen Kompetenz ab. Soziale Intelligenz ist von der allgemeinen Intelligenz relativ unabhängig. Zugrunde liegen verschiedene psychologische und wissenschaftlich fundierte Intelligenzmodelle. Bewerber mit einem hohen Wert in diesem Bereich müssen folglich nicht automatisch auch hohe Werte in anderen intelligenzspezifischen Aufgaben (bspw. abstrakt-logisches Denken) vorweisen. Ein hoher Wert bedeutet zudem, dass die kognitiven Voraussetzungen für sozial kompetentes Verhalten gegeben sind. Dies heißt jedoch nicht automatisch, dass sich der Bewerber in einer bestimmten Situation auch sozial kompetent verhält. Der erfolgreiche Umgang mit Kunden, Kollegen und Vorgesetzten setzt die Wahrnehmung der Beziehungsebene zwischen zwei oder mehreren Menschen voraus. Um dieser Anforderung zu entsprechen, müssen Empfindungen nachvollzogen, Zusammenhänge wahrgenommen und Situationen richtig eingeschätzt werden können.

Gefühle erkennen

In dieser Übung sollen die Bewerber anhand von Aussagen erkennen, in welcher Gefühlslage sich die Person befindet. Es wird der Teil der sozialen Intelligenz erfasst, der die Fähigkeit abbildet, Empfindungen anderer nachvollziehen und sich in die Lage anderer versetzen zu können. In Sprache ausgedrückte emotionale Botschaften korrekt zu erfassen ist neben der Fähigkeit soziale Situationen richtig einzuschätzen eine wichtige Grundlage für den erfolgreichen Umgang mit Kunden, Kollegen und Vorgesetzten. Ein hoher Wert besagt, dass Voraussetzungen für sozial kompetentes Verhalten gegeben sind. Dies bedeutet nicht, dass sich eine Person in jeder Situation automatisch sozial kompetent verhalten will bzw. verhält.

Zuverlässigkeit

Die Dimension beschreibt, welche Wichtigkeit die eigene Verlässlichkeit bei der Erledigung einer Arbeit durch eine Person bekommt. Personen mit hohen Werten ist es wichtig, ihre Aufgaben möglichst fehlerfrei und rechtzeitig auszuführen. Um dieses Ziel zu erreichen, nehmen diese Personen auch hohe Anstrengungen in Kauf. Personen, deren Testwerte eher niedrig sind, sind demgegenüber eher in der Lage, es auch mal nicht so genau zu nehmen; bei der Erledigung ihrer Arbeit erlauben sie sich auch mal kleinere inhaltliche Unzulänglichkeiten oder Terminverschiebungen.

Belastbarkeit

Belastbarkeit meint die Fähigkeit einer Person, auch unter Stressbedingungen (z.B. körperlicher Stress durch Hitze, Kälte oder Lärm, emotionaler Stress durch einen unfreundlichen, aggressiven Gesprächspartner, kognitiver Stress durch eine extrem schwere Aufgabe oder durch Zeitdruck) emotional ausgeglichen zu bleiben sowie logisch zu denken und zu handeln. Belastbare Personen nehmen Anstrengungen und kritische Situationen als Herausforderung an. Sie gestalten auch in Belastungssituationen Aufgaben strukturiert und organisiert. Sie arbeiten ausdauernd und verteilen ihre Energie effizient auf die gesamte Arbeit. Sie geben bei Problemen und Widerständen nicht frühzeitig auf. Belastbare Personen verhalten sich in Stresssituationen gelassen, freundlich und positiv. Äußere Symptome der Anspannung sind nur in geringem Maße erkennbar. Schließlich setzen sich belastbare Personen mit Kritik und Widerständen konstruktiv und sachlich auseinander.

Vertriebliche Kompetenz

Dieser Test beruht auf dem Prinzip des situativen Einschätzungstests (Situational Judgement Test). Der Test erfasst die Vertriebskompetenzen eines Bewerbers, indem Situationen vorgegeben werden und der Bewerber entscheidet, wie er sich in der jeweiligen Situation verhalten würde. Schlüssel- oder Teilkompetenzen für Erfolg in Vertrieb und Kundenberatung sind dabei Kontaktfreude, kundenorientiertes Verhalten und verkäuferisches Geschick. Die Situationen sind so ausgewählt, dass diese Teilkompetenzen berücksichtigt werden.
Kontaktfreude beschreibt wie leicht es jemandem fällt, auf andere Menschen zuzugehen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Gute Umgangsformen, Verständnis für das Gegenüber und Interesse an Anderen sind hierfür hilfreiche Aspekte. Ein Teil der Fragen erfasst explizit die Service- und Kundenorientierung. Hierbei spielt das Erkennen und Eingehen auf die Bedürfnisse der Kunden eine wichtige Rolle. Diese Teilkompetenz beinhaltet sowohl eine Einstellungskomponente im Sinne von Dienstleistungsorientierung und eine Verhaltenskomponente, die darauf abzielt für den Kunden die beste Alternative aus einer Reihe von Optionen zu ermitteln, ohne die eigenen Bedürfnisse zu ignorieren und aus dem Auge zu verlieren. Verkäuferisches Geschick spielt in den Situationen insofern eine Rolle, als es darum geht die für die Situation und die Bedürfnisse des Kunden passenden Argumente zu finden und zur Verfügung zu stellen. Hierzu gehört auch der erfolgreiche Umgang mit Einwänden.

Erfassen sozialer Situationen

Das richtige Erkennen und Interpretieren sozialer Situationen ist die in der Wissenschaft am häufigsten genutzte Methode, um soziales Verständnis und damit soziale Intelligenz zu erfassen. In diesem Test müssen verschiedene soziale Situationen im Hinblick auf ihren Emotionsgehalt richtig eingeschätzt und zugeordnet werden. Die Fähigkeit soziale Informationen im Kontext richtig zu identifizieren, zu verstehen und daraus Schlussfolgerungen ziehen ist neben der Fähigkeit die Gefühle anderer zu erkennen, eine wichtige Grundlage für den erfolgreichen Umgang mit Kunden, Kollegen und Vorgesetzten. Ein hoher Wert besagt, dass Voraussetzungen für sozial kompetentes Verhalten gegeben sind. Dies bedeutet nicht, dass sich eine Person in jeder Situation automatisch sozial kompetent verhalten will bzw. verhält.
  • Intelligenz logisches Denkvermögen

    Im Allgemeinen bedeutet die Fähigkeit logisch/schlussfolgernd zu denken in der Lage zu sein, aus gegebenen Informationen neues Wissen abzuleiten. Zum Beispiel aufgrund wiederkehrender Muster Regelmäßigkeiten, Ähnlichkeiten und Zusammenhänge zu erkennen und erfolgreich Bekanntes auf Unbekanntes zu übertragen.

    Am Arbeitsplatz erfordert eigenverantwortliches Handeln und Arbeiten den sicheren Umgang mit Zahlen, Begriffen und verschiedenen Situationen. Zur Wahrnehmung von Zusammenhängen und für die Ableitung der entsprechenden Schlussfolgerungen benötigt man folgerichtiges Denken in unterschiedlichen Bereichen.

    Üblicherweise wird das logische Denken in abstrakt-, sprach- und numerisch-logisches Denken unterteilt. Zugrunde liegen verschiedene psychologische und wissenschaftlich fundierte Intelligenzmodelle. Analytisches Denken, Technisch-Physikalisches Verständnis und Räumlich-logisches Denken sind spezifische Teilaspekte der Intelligenz. Sie erfordern ebenfalls korrektes schlussfolgerndes Denken und können dem Themenkomplex logisches Denken zugeordnet werden.

  • Sprach- logisches Denken

    Ein Wortpaar wird angegeben, das in einer bestimmten Beziehung zueinander steht. Die Begriffe sind sich in bestimmten Merkmalen ähnlich, in anderen können sie sich unterscheiden. Hierbei müssen die Zusammenhänge verstanden und eingeschätzt werden. Aufgabe ist es, die erkannten Zusammenhänge auf ein anderes Wortpaar zu übertragen, indem zu einem anderen Wort die passende Ergänzung gefunden werden muss. Neben der allgemeinen Denkfähigkeit misst dieser Test insbesondere die Fähigkeit mit sprachlichen Konzepten umgehen zu können. Wortschatz und Sprachverständnis spielen hierbei neben dem schlussfolgernden, logischen Denken ebenfalls eine Rolle.
  • Analytisches Denken: Tabellenanalyse

    Es werden Informationen in Form von Tabellen, Grafiken oder Schaubildern dargeboten. Hierbei müssen die wichtigsten Informationen und Relationen extrahiert und die korrekten Schlüsse gezogen werden. Es wird gemessen, wie rasch und sorgfältig die Bewerber komplexes Zahlenmaterial erfassen und analysieren können. Zu den Tabellen, Grafiken oder Schaubildern werden Fragen gestellt. Um diese korrekt zu beantworten, müssen aus einer Vielzahl von Informationen die relevanten herausgefiltert, systematisch untersucht und bewertet werden.
  • Technisch-physikalisches Verständnis

    Technisch-physikalisches Verständnis ist ein Aspekt von allgemeiner und praktischer Intelligenz, welcher die Fähigkeit beschreibt, physikalisch-technische Gesetzmäßigkeiten, Wirkungszusammenhänge und deren technische Umsetzung zu erfassen. In diesem Test werden technisch-physikalische Zusammenhänge in Form von Zeichnungen und Abbildungen dargestellt, zu denen die richtige Antwortalternative auszuwählen ist. Der Test umfasst Aufgaben aus den Bereichen technisch-mechanisches, elektrisches, physikalisches und chemisches Verständnis.
  • Merkfähigkeit

    Die Bewerber lernen anhand von Fotos die Namen von "Kunden". Nach einer definierter Zeit werden die Namen wieder abgefragt. Merkfähigkeit ist ein Aspekt des Gedächtnisses, der sich über Minuten bis Stunden erstreckt und es ermöglicht, neue Informationen zu behalten und wiedergeben zu können. Merkfähigkeit ist u.a. eine Voraussetzung für Lernfähigkeit. In diesem Test wird die Merkfähigkeit anhand von Portraitfotos von Männern und Frauen gemessen. Der Zusammenhang mit der generellen Merkfähigkeit ist hoch. In Kontakt mit internen / externen Kunden hilft es zudem, sich an einzelne Gesichter erinnern und ihnen Namen zuordnen zu können, um selbstsicher auftreten zu können. Die Kunden wiederum fühlen sich wertgeschätzt.
  • Konzentration

    Konzentration beschreibt die Fähigkeit, über einen bestimmten Zeitraum hinweg unter Bedingungen, die das Erbringen einer kognitiven Leistung normalerweise erschweren, schnell und genau zu arbeiten. In diesem Test muss in einer Reihe von ähnlichen Zeichen jedes "w", das mit zwei Strichen versehen ist, markiert werden. Damit wird die Fähigkeit der Bewerber erfasst, unter Zeitdruck relevante von irrelevanten Reizen zu selektieren und absichtsvolle Teilhandlungen auszuführen (Entdecken und Markieren). Hierbei kann zwischen Arbeitsgenauigkeit und Arbeitsgeschwindigkeit differenziert werden.
  • Basisfähigkeiten

    Im Unterschied zu Basisfertigkeiten gelten Basisfähigkeiten als angeboren und durch äußere Umstände mit bestimmt. Sie bilden eine wichtige Voraussetzung für Lernen und Wissenserwerb und damit für die Realisierung von Fertigkeiten wie bspw. Kopfrechnen oder Rechtschreibung, die in der Schule vermittelt wurden oder anderen Fertigkeiten, die im Berufslernen zu erwerben sind. Ausgeprägte Basisfähigkeiten bilden zudem die Grundlage für ein weitgehend fehlerfreies und den Anforderungen einer Tätigkeit gerecht werdendes Arbeiten. Trotz zunehmender Computerisierung und Automatisierung sind ausreichende Basisfähigkeiten für die meisten Bereiche wichtig. Sie ermöglichen es Aufgaben unter Aufrechterhaltung von gerichteter geistiger Anspannung und der Speicherung und dem Abruf relevanter Informationen aus dem Gedächtnis zielgerichtet anzugehen und zu bearbeiten.
  • Räumlich-logisches Denken

    Das Räumliche Denken untersucht die Fähigkeit des Bewerbers, sich im zwei- und dreidimensionalen Raum zurechtzufinden und mit konkreten, sichtbaren oder vorgestellten Objekten zu operieren. Es werden verschiedene Aufgabentypen bearbeitet, bei denen Objekte z.B. gefaltet oder gespiegelt werden. Um die Aufgaben zu lösen, müssen mit den Objekten in Gedanken verschiedene mehrdimensionale Operationen im Raum korrekt durchgeführt werden.
  • Numerisch-logisches Denken: Zahlenreihen

    Zahlenreihen sollen mathematisch logisch fortgesetzt werden. Dieser Test erfasst das Erkennen und Anwenden von Regeln und Gesetzmäßigkeiten auf der Basis eines grundlegenden numerischen Verständnisses. Es müssen mathematische Gleichungen aufgestellt und anhand der Grundrechenarten gelöst und interpretiert werden, um die sinnvolle Weiterführung der Zahlenreihen zu erreichen. Durch diese Aufgabenform kann der Teil der Intelligenz bzw. des schlussfolgernden Denkens gemessen werden, der in Zusammenhang mit zahlengebundenen, rechnerischen Fähigkeiten steht.
  • Abstrakt-logisches Denken: Matrizen

    Beim Lösen von Matrizen- oder Formreihenaufgaben muss ein vorgegebenes, unvollständiges Muster analysiert und richtig ergänzt werden. Aus mehreren Antwortalternativen muss diejenige ausgewählt werden, welche die Matrize korrekt ergänzt. Hierbei müssen Regeln und Gesetzmäßigkeiten erkannt und folgerichtig angewandt werden. Der Test misst die allgemeine Intelligenz bzw. die kognitive Leistungsfähigkeit insofern am "Reinsten", als das Ergebnis unabhängig von numerischen, sprachlichen oder ggf. anderen kulturell geprägten Kompetenzen ist.
  • Rechtschreibung & Zeichensetzung: Lückentext

    Die Kenntnisse der deutschen Rechtschreibung werden mittels Lückentext erfasst. Rechtschreibung / Zeichensetzung ist eine Basis- oder Kulturfertigkeit, die durch Lernen und (schulische) Sozialisation vermittelt wird. Der Begriff "Fertigkeit" impliziert, dass es sich um erlerntes oder erworbenes Verhalten handelt. Für die Potenzialeinschätzung einer Person hat dies aus wissenschaftlicher Sicht eine geringe Bedeutung. Allerdings werden ausreichende Kenntnisse in diesem Bereich häufig von der Gesellschaft (Unternehmen), in der sich ein Bewerber bewegt, vorausgesetzt.
  • Wirtschaft & Gesellschaft

    In diesem Wissenstest werden die Kenntnisse der Bewerber in dem Bereich „Wirtschaft & Gesellschaft“ erfasst. Dazu werden den Bewerbern Fragen zu wichtigen wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Fakten und Entwicklungen gestellt. Wissen in dem Bereich „Wirtschaft & Gesellschaft“ ist eine Kulturfertigkeit, die durch Lernen und (schulische) Sozialisation vermittelt wird. Für die Potenzialeinschätzung einer Person hat Wissen in diesem Bereich jedoch aus wissenschaftlicher Sicht eine eher geringe Bedeutung. Allerdings werden ausreichende Kenntnisse häufig von der Gesellschaft (Unternehmen), in der sich ein Bewerber bewegt, vorausgesetzt. Wissen in diesem Bereich wird zudem häufig als Indikator der sogenannten Allgemeinbildung gesehen.
  • Geografie

    In diesem Wissenstest werden die Geografie-Kenntnisse der Bewerber erfasst. Wissen in dem Bereich „Geografie“ ist eine Kulturfertigkeit, die durch Lernen und (schulische) Sozialisation vermittelt wird. Wissen in diesem Bereich wird häufig als Indikator der sogenannten Allgemeinbildung gesehen. Für die Potenzialeinschätzung einer Person hat Wissen in diesem Bereich jedoch aus wissenschaftlicher Sicht eine eher geringe Bedeutung. Allerdings werden ausreichende Kenntnisse häufig von der Gesellschaft (Unternehmen), in der sich ein Bewerber bewegt, vorausgesetzt.
  • Lernbereitschaft

    Lernbereitschaft ist auf die kontinuierliche Verbesserung der Qualität der eigenen Arbeit durch Erweiterung der eigenen Kenntnisse und Fähigkeiten ausgerichtet. Sie setzt Interesse an und Offenheit für neue Inhalte und Veränderungen in den Arbeitstätigkeiten voraus. Lernbereite Menschen entdecken Innovationspotentiale am eigenen Arbeitsplatz und stehen neuen Konzepten der Arbeitsorganisation und Zusammenarbeit offen gegenüber. Lernbereite Menschen erleben Veränderungen im Arbeitsumfeld nicht als lästig oder bedrohlich, sondern sehen darin eine Chance zur Weiterentwicklung ihrer persönlichen Fähigkeiten und Handlungskompetenzen.
  • Rechenfertigkeit

    Den Bewerbern werden Rechenaufgaben vorgegeben, die sie im Kopf lösen sollen. Rechenfertigkeit ist eine Basis- oder Kulturfertigkeit. Der Begriff "Fertigkeit" impliziert, dass es sich um erlerntes oder erworbenes Verhalten handelt. Auch wenn Rechenfertigkeit für die Potenzialeinschätzung einer Person aus wissenschaftlicher Sicht eine geringe Bedeutung hat, werden ausreichende Kenntnisse häufig von der Gesellschaft (Unternehmen), in der sich ein Bewerber bewegt, vorausgesetzt. Ein hinreichendes Maß an Rechenfertigkeit ist im (Unternehmens-) Alltag hilfreich, um bspw. schnell überschlagsmäßige Kalkulationen oder eine quantitative Plausibilitätsprüfung durchführen zu können.
  • Basisfertigkeiten

    Basis- oder auch Grundfertigkeiten werden bspw. durch die familiäre und schulische Sozialisation vermittelt. Sie bilden erlerntes, erworbenes Wissen und die Geübtheit in der Anwendung dieses Wissens ab. Für die Potenzialeinschätzung einer Person haben Fertigkeiten aus wissenschaftlicher Sicht eine geringe Bedeutung. Allerdings werden sie von der Gesellschaft (Unternehmen), in der sich ein Bewerber bewegt, häufig vorausgesetzt und gelten als selbstverständlich. Teilweise werden sie von Kollegen und Kunden auch als Indiz für das „Bildungsniveau“ einer Person gewertet. Der Begriff „Fertigkeit“ impliziert, dass es sich um erlerntes Verhalten handelt. Im Gegensatz hierzu steht der Begriff der Fähigkeit, der als Voraussetzung für das Zustandekommen von Fertigkeiten betrachtet wird.
  • Biologie

    In diesem Wissenstest werden die Biologie-Kenntnisse der Bewerber erfasst. Dazu werden den Bewerbern Fragen gestellt, die einen Bezug zu vielen biologienahen Berufen aufweisen. Wissen in dem Bereich „Biologie“ ist eine Kulturfertigkeit, die durch Lernen und (schulische) Sozialisation vermittelt wird. Ein hinreichendes Wissen im Bereich Biologie ist ein Indikator für das Interesse eines Bewerbers an biologischen Fragestellungen. Für die Potenzialeinschätzung einer Person hat Wissen in diesem Bereich jedoch aus wissenschaftlicher Sicht eine eher geringe Bedeutung. Allerdings werden ausreichende Kenntnisse häufig von der Gesellschaft (Unternehmen), in der sich ein Bewerber bewegt, vorausgesetzt.
  • Eigeninitiative

    Eine Person mit hoher Eigeninitiative geht auf Entscheidungen zu und gestaltet dadurch aktiv Lebenssituationen. Eine niedrige Eigeninitiative äußert sich dagegen in einem passiven "Geschehen lassen". Eigeninitiative äußert sich vor allen Dingen in kurzfristigen, alltäglichen Entscheidungssituationen. Mangelnde Eigeninitiative kann unter anderem in einer eher geringen intrinsischen Motivation begründet liegen. Zudem kann der Glaube an unveränderbare Begabungen die Eigeninitiative stark senken.
  • Konfliktfähigkeit

    Konflikte sind dann gegeben, wenn zwei Personen, die in ihrer Tätigkeit aufeinander angewiesen sind, eine Situation gegensätzlich beurteilen oder unvereinbar handeln wollen. Sinnvolles Konfliktverhalten vermeidet eine Eskalation der Situation, indem die Person auf den Partner eingeht, die eigene Position angemessen vertritt und nach einer konstruktiven, sachorientierten Lösung sucht. Eine hohe Konfliktfähigkeit vermeidet sowohl bedingungsloses Nachgeben als auch offensive Aggression. Konfliktfähigkeit zeigt sich in der Bereitschaft, dem Konfliktpartner durch Kompromissangebote entgegenzukommen und so den Konfliktpartner ebenfalls zu einem fairen Verhalten zu lenken. Durch Personen mit hoher Konfliktfähigkeit wird das Gruppenklima verbessert und dadurch die Gruppenleistung erhöht.
  • Englischkenntnisse

    In diesem Test werden die Englischkenntnisse in den Bereichen Wortschatz, Grammatik und Rechtschreibung mit Hilfe eines Lückentextes erfasst. Kenntnisse der englischen Sprache sind eine Kulturfertigkeit, die durch Lernen und (schulische) Sozialisation vermittelt wird. Für die Potenzialeinschätzung einer Person hat dies aus wissenschaftlicher Sicht demzufolge eine geringe Bedeutung. Allerdings werden ausreichende Kenntnisse häufig von der Gesellschaft (Unternehmen), in der sich ein Bewerber bewegt, vorausgesetzt. Je nach Berufs-, Studienrichtung, Unternehmensbereich und Branche sind Englischkenntnisse zudem eine Voraussetzung, um in englischer Sprache vorliegendes Wissen zu erwerben und / oder mit internen / externen Kunden zu kommunizieren.
  • Angewandte Mathematik

    In diesem Wissenstest werden die Mathematikkenntnisse der Bewerber erfasst. Dazu werden den Bewerbern berufsbezogene Mathematikaufgaben vorgegeben, die diese mithilfe eines Taschenrechners lösen sollen. Mathematikwissen ist eine Kulturfertigkeit, die durch Lernen und (schulische) Sozialisation vermittelt wird. Für die Potenzialeinschätzung einer Person hat Mathematikwissen (im Unterschied zu numerisch-logischem Denken) aus wissenschaftlicher Sicht eine eher geringe Bedeutung. Allerdings werden ausreichende Kenntnisse häufig von der Gesellschaft (Unternehmen), in der sich ein Bewerber bewegt, vorausgesetzt.
  • Kooperationsbereitschaft

    Kooperationsverhalten zeigt sich darin, dass einer Person der Gruppenerfolg wichtiger ist als die Darstellung der eigenen Leistung. Gutes Kooperationsverhalten beruht darauf, dass eine Person das Arbeiten im Team schätzt, also kein „Eigenbrötler“ ist. Es erfordert, dass die Person Fairness und Rücksicht für wichtig ansieht. Darüber hinaus erfordert Kooperationsverhalten die Fähigkeit, sich in die Situation der anderen Teammitglieder hineinzuversetzen sowie das Wissen, dass häufiges konstruktives Feedback für Gruppenarbeit ebenso wichtig ist wie die inhaltliche Arbeit selbst und die Bereitschaft, Kompromisse einzugehen.
  • Soziale und personenbezogene Kompetenzen

    Soziale Kompetenz bezieht sich auf den erfolgreichen Umgang mit Anderen. Sie beschreibt die Einstellungen und Fähigkeiten einer Person, die sie nutzen kann, um eigene Ziele mit denen einer Gruppe / Anderer zu verbinden und so ebenfalls das Verhalten der Gruppe / Anderer zu beeinflussen. Personenbezogene Kompetenzen, zum Beispiel Eigeninitiative und Lernbereitschaft, sind recht überdauernde Fähigkeiten und Einstellungen, die in vielen Bereichen für die erfolgreiche Bewältigung berufsbezogener Aufgaben notwendig sind.
    Gemessen werden die o.g. Fähigkeiten und Einstellungen durch den Einsatz der sogenannten „Personalen Skalen“, oft auch unter dem Begriff "Persönlichkeitstests" bekannt. Sie basieren auf einer strukturierten Selbsteinschätzung. Die Aussagekraft dieses Verfahrens in Bezug auf den Ausbildungs- bzw. Berufserfolg ist für sich genommen geringer als die des multimodalen Interviews MMO® oder des Mini-AC. Als ergänzende Information im Auswahlprozess bzw. als Input für das Interview können sie jedoch wertvolle Informationen liefern, z.B. bieten sie interessante Ansatzpunkte für Vertiefungen / Nachfragen im Gespräch. Zudem wird in diesem Verfahren die soziale Erwünschtheit separat erfasst (sogenannte „Lügenskala“).
    Dem Bewerber werden Aussagen präsentiert, die sich auf persönliche Verhaltensweisen und Gewohnheiten (im Berufsleben) beziehen. Dabei soll er auf einer Skala (1 bis 5) einschätzen, wie stark die Aussage auf ihn zutrifft. Unter anderem stehen folgende personale Skalen für Auszubildende zur Verfügung: Eigeninitiative, Konfliktfähigkeit, Kontaktstreben, Belastbarkeit, Kooperationsbereitschaft, Lernbereitschaft und Zuverlässigkeit.
  • Kontaktstreben

    Die Dimension misst, inwieweit eine Person aktiv danach strebt, mit anderen Menschen in Kontakt zu treten. Ein hoher Wert bedeutet, dass eine Person den Kontakt zu anderen aktiv sucht und den Umgang mit vielen Menschen positiv bewertet oder sogar braucht. Ein niedriger Wert spricht dafür, dass das Verhalten im Umgang mit anderen Menschen eher zurückhaltend ist. Veranstaltungen mit vielen Teilnehmern oder berufliche Treffen, die eher gesellschaftlicher Natur sind, werden von Personen mit niedrigen Testwerten eher vermieden. Zurückhaltende Personen schätzen es häufig, allein zu arbeiten und strukturieren ihren Arbeitsalltag gern unabhängig von ihren Arbeitskollegen.
  • Soziale Intelligenz

    Beschreibt eine Form der Intelligenz, welche die Fähigkeit beinhaltet, andere Personen zu verstehen und sich ihnen gegenüber situationsangemessen zu verhalten. Damit bildet die soziale Intelligenz einen Teilaspekt der sozialen Kompetenz ab. Soziale Intelligenz ist von der allgemeinen Intelligenz relativ unabhängig. Zugrunde liegen verschiedene psychologische und wissenschaftlich fundierte Intelligenzmodelle. Bewerber mit einem hohen Wert in diesem Bereich müssen folglich nicht automatisch auch hohe Werte in anderen intelligenzspezifischen Aufgaben (bspw. abstrakt-logisches Denken) vorweisen. Ein hoher Wert bedeutet zudem, dass die kognitiven Voraussetzungen für sozial kompetentes Verhalten gegeben sind. Dies heißt jedoch nicht automatisch, dass sich der Bewerber in einer bestimmten Situation auch sozial kompetent verhält. Der erfolgreiche Umgang mit Kunden, Kollegen und Vorgesetzten setzt die Wahrnehmung der Beziehungsebene zwischen zwei oder mehreren Menschen voraus. Um dieser Anforderung zu entsprechen, müssen Empfindungen nachvollzogen, Zusammenhänge wahrgenommen und Situationen richtig eingeschätzt werden können.
  • Gefühle erkennen

    In dieser Übung sollen die Bewerber anhand von Aussagen erkennen, in welcher Gefühlslage sich die Person befindet. Es wird der Teil der sozialen Intelligenz erfasst, der die Fähigkeit abbildet, Empfindungen anderer nachvollziehen und sich in die Lage anderer versetzen zu können. In Sprache ausgedrückte emotionale Botschaften korrekt zu erfassen ist neben der Fähigkeit soziale Situationen richtig einzuschätzen eine wichtige Grundlage für den erfolgreichen Umgang mit Kunden, Kollegen und Vorgesetzten. Ein hoher Wert besagt, dass Voraussetzungen für sozial kompetentes Verhalten gegeben sind. Dies bedeutet nicht, dass sich eine Person in jeder Situation automatisch sozial kompetent verhalten will bzw. verhält.
  • Zuverlässigkeit

    Die Dimension beschreibt, welche Wichtigkeit die eigene Verlässlichkeit bei der Erledigung einer Arbeit durch eine Person bekommt. Personen mit hohen Werten ist es wichtig, ihre Aufgaben möglichst fehlerfrei und rechtzeitig auszuführen. Um dieses Ziel zu erreichen, nehmen diese Personen auch hohe Anstrengungen in Kauf. Personen, deren Testwerte eher niedrig sind, sind demgegenüber eher in der Lage, es auch mal nicht so genau zu nehmen; bei der Erledigung ihrer Arbeit erlauben sie sich auch mal kleinere inhaltliche Unzulänglichkeiten oder Terminverschiebungen.
  • Belastbarkeit

    Belastbarkeit meint die Fähigkeit einer Person, auch unter Stressbedingungen (z.B. körperlicher Stress durch Hitze, Kälte oder Lärm, emotionaler Stress durch einen unfreundlichen, aggressiven Gesprächspartner, kognitiver Stress durch eine extrem schwere Aufgabe oder durch Zeitdruck) emotional ausgeglichen zu bleiben sowie logisch zu denken und zu handeln. Belastbare Personen nehmen Anstrengungen und kritische Situationen als Herausforderung an. Sie gestalten auch in Belastungssituationen Aufgaben strukturiert und organisiert. Sie arbeiten ausdauernd und verteilen ihre Energie effizient auf die gesamte Arbeit. Sie geben bei Problemen und Widerständen nicht frühzeitig auf. Belastbare Personen verhalten sich in Stresssituationen gelassen, freundlich und positiv. Äußere Symptome der Anspannung sind nur in geringem Maße erkennbar. Schließlich setzen sich belastbare Personen mit Kritik und Widerständen konstruktiv und sachlich auseinander.
  • Vertriebliche Kompetenz

    Dieser Test beruht auf dem Prinzip des situativen Einschätzungstests (Situational Judgement Test). Der Test erfasst die Vertriebskompetenzen eines Bewerbers, indem Situationen vorgegeben werden und der Bewerber entscheidet, wie er sich in der jeweiligen Situation verhalten würde. Schlüssel- oder Teilkompetenzen für Erfolg in Vertrieb und Kundenberatung sind dabei Kontaktfreude, kundenorientiertes Verhalten und verkäuferisches Geschick. Die Situationen sind so ausgewählt, dass diese Teilkompetenzen berücksichtigt werden.
    Kontaktfreude beschreibt wie leicht es jemandem fällt, auf andere Menschen zuzugehen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Gute Umgangsformen, Verständnis für das Gegenüber und Interesse an Anderen sind hierfür hilfreiche Aspekte. Ein Teil der Fragen erfasst explizit die Service- und Kundenorientierung. Hierbei spielt das Erkennen und Eingehen auf die Bedürfnisse der Kunden eine wichtige Rolle. Diese Teilkompetenz beinhaltet sowohl eine Einstellungskomponente im Sinne von Dienstleistungsorientierung und eine Verhaltenskomponente, die darauf abzielt für den Kunden die beste Alternative aus einer Reihe von Optionen zu ermitteln, ohne die eigenen Bedürfnisse zu ignorieren und aus dem Auge zu verlieren. Verkäuferisches Geschick spielt in den Situationen insofern eine Rolle, als es darum geht die für die Situation und die Bedürfnisse des Kunden passenden Argumente zu finden und zur Verfügung zu stellen. Hierzu gehört auch der erfolgreiche Umgang mit Einwänden.
  • Erfassen sozialer Situationen

    Das richtige Erkennen und Interpretieren sozialer Situationen ist die in der Wissenschaft am häufigsten genutzte Methode, um soziales Verständnis und damit soziale Intelligenz zu erfassen. In diesem Test müssen verschiedene soziale Situationen im Hinblick auf ihren Emotionsgehalt richtig eingeschätzt und zugeordnet werden. Die Fähigkeit soziale Informationen im Kontext richtig zu identifizieren, zu verstehen und daraus Schlussfolgerungen ziehen ist neben der Fähigkeit die Gefühle anderer zu erkennen, eine wichtige Grundlage für den erfolgreichen Umgang mit Kunden, Kollegen und Vorgesetzten. Ein hoher Wert besagt, dass Voraussetzungen für sozial kompetentes Verhalten gegeben sind. Dies bedeutet nicht, dass sich eine Person in jeder Situation automatisch sozial kompetent verhalten will bzw. verhält.

    Entwicklung und Normierung

    pdfBeispielergebnisprofil für Onlinetest

    pdfBeispielergebnisprofil für PMT-Onlinetestverfahren

    Vor- und Nachteile von Onlinetests

    Kontakt

    INFO GmbH - Institut für Organisationen
    Kloster Arnsburg
    35423 Lich

    Telefon: +49 (0) 6404 9404 0
    Telefax: +49 (0) 6404 9404 14

    www.info-home.org